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de hoofdstukken zijn:

1) Ontologisches Kino
2) Antigone

3) Das antigoneische Subjekt
4) Jenseits der Grausamkeit?

 

 

Waarschuwing:
Deze teksten bevatten begrippen die niet algemeen toegankelijk zijn. Het is zeer waarschijnlijk dat je, zoals ik, verdwaalt.

Marcus Steinweg
Ein ontologisches Kino zur Poësie des Kapitals

Jenseits der Grausamkeit?
In dem Moment, in dem wir uns Antigone zuwenden, sind wir van ihrer Grausamkeit berührt. Wo sie auftaucht, hinterlässt sie eine Spur nackter Entschlossenheit, die nicht nur die zartesten Gemüter erregt.
Die Faszination Antigones hat mit dieser Unnachgiebigkeit zu tun. Antigone handelt in voller oder ungeteilter Souveränität.1) Dass sie sich weigert, nicht zu handeln, also nicht Subjekt zu sein -ist, was sie zur Protagonistin einer erschütternden Grausamkeit macht. Nach dieser Grausamkeit und ihrem Verhältnis zur Souveränität und zur Würde, zur Anmut und Schönheit, Verantwortung und Ethizität usw. zu fragen, gehört deshalb zum Unerlässlichen der antigoneischen Herausforderung der Philosophie
.
Mit Antigone stehen die Prinzipien der Tätigkeit (Selbstbewusztsein, Autonomie, Freiheit, Verantwortung, Transparenz etc.) und Untätigkeit (Kontextualität, Situativität, Determination, Passivität, Animalität usw.) zur Diskussion.
Zwei Vorträge Derridas, Die unbedingte Universität(1998) und Seelenstände der Psychoanalyse (2000), entwickeln den Konflikt van Souveränität und der Notwendigkeit ihrer Dekonstruktion. Sie lassen sich aufeinander beziehen, insofern die Universität, die Derrida sich erträumt, die Aufgabe hätte eine Alternative zur ungeteilten Souveränität, zur Ethik der Grausamkeit und des Todestriebs, zumindest nie auszuschlieszen: Dafür braucht sie eine gewisse Souveränität. Die Universität muss unbedingt, bedingungslos, autonom und auf eine souveräne Weise unabhängig sein, um bevorzugter Ort der Befragung der Prinzipien der Autonomie und der Souveränität zu sein. Sie ist mit der "Konnotation der Macht- und Wehrlosigkeit" versehen, und musz dennoch eine "Ausnahmeart der Souveränität" für sich beanspruchen, eine "ganz spezifische Form der Souveränitär': "Die Dekonstruktion des Begriffs einer unbedingten Souveränität ist zweifellos notwendig und im Gang, denn dieser Begriff zehrt vam Erbe einer kaum säkularisierten Theologie. Der Wert der Souveränität ist heute nicht allein im offenkundigsten Fall der vermeintlichen Souveränität van Nationalstaaten, sondern auch gonst (denn sie ist überall zu Hause -und hält sich für unersetzlich -in den Begriffen des Subjekts, des Staatsbürgers, der Freiheit, der Verantwortung, des Volks etc.) in voller Auflösung begriffen. Aber es gilt darüber zu wachen, dasz diese notwendige Dekonstruktion den Anspruch der Universität auf Unabhängigkeit, das heiszt auf eine ganz spezifische Form der Souveränität [...] nicht ader nicht allzusehr preisgibt. 2) Die Frage der Universität führt unmittelbar in eine Aporie, die vielleicht allgemeiner ist als man zunächst glaubt. Die Souveränität im allgemeinen, wie wir sagen können, teilt sich in sich, indem sie mindestens die Unterscheidung zwischen der ungeteilten oder unbedingten Souveränität und dieser anderen, spezifischen Souveränität der universitären Unabhängigkeit zuzulassen scheint. Eine Unabhängigkeit, die Derrida wiederum mit einem gewissen "Unbedingtheitsprinzip", einer "bestimmten Unbedingtheit im allgemeinen", einer "Unbedingtheit ohne Macht und Vermögen",3) das heisst unter anderem mit der bedingungslosen Freiheit alles fragen und öffentlich aussprechen zu können verknüpft.


Man sieht, wie grundsätzlich die Frage der Souveränität für alle weiteren, nicht nur akademischen, universitäten oder professoralen Fragen nach der Autorität als solcher und ihrem Verhältnis zur Freiheit und zur Legitimation der Freiheit, nach einer selbst nicht mehr legitimierten Freiheit zur Selbstlegitimation derjenigen, die das Wort ergreifen, wie man sagt, die sich also zu Wort melden, um zu sprechen, an der Universität oder anderswo, überall dort, wo es Öffentlichkeit, geteilte Vernunft, kollektive Rede, Kommunikation im allgemeinen gibt.


Urn sich in irgendeiner Form am öffentlichen Diskurs zu beteiligen, an der Entscheidung einer Gruppe oder eines "demokratischen" Kollektivs, dazu gehört auch Mut.
Der Mut zur Meldung und, wenn es erforderlich ist, zur Zwischen- oder Wechselrede, der Mut sich selbst aus Verantwortung und aus Freiheit mit der Autorität zu sprechen, zu argumentieren ader zu behaupten, zu mutmaszen oder zu prophezeien zu versehen.
Ein Mut also, der allerlei Unwägbarkeit und Risiken einschliesst, insofern er nicht folgenlos bleibt, nicht folgenlos bleiben kann, also effizienter und praktischer oder gar pragmatischer Mut ist, der das Subjekt die Dimension des einfachen Wissens und seiner vorgeblichen Neutralität auf die performative Dimension der Handlung oder, wie wir auch sagen würden, einer gewissen Grausamkeit hin überschreiten läszt. Denn er verkörpert das Wagnis der Selbstermächtigung, der Widerstandskraft im allgemeinen und der Unbeugsamkeit der politischen Dissidenz.
Eines Subjekts, das sich weigert var dem Gericht der öffentlichen Meinung, der Geschichte, des Gewissens ader der staatlichen Autorität beste hen zu müssen, indem es ein neues und deshalb singuläres Prinzip der Souveränität und autonomen Selbstgestaltung formuliert. Derrida kann diese Souveränität mit einem "Prinzip unbedingten Widerstands" und der notwendig politischen "Dissidenz im Namen eines höheren Gesetzes und einer Gerechtigkeit des Denkens" verbinden: Daraus folgt, "das dieser unbedingte Widerstand die Universität zu einer ganzen Reihe van Mächten in Opposition bringen könnte: Zur Staatsmacht (und also zur Macht des Nationalstaats und dem Phantasma seiner ungeteilten Souveränität; darin wäre die Universität van vornherein nicht bloB kosmopolitisch, sondern universal, weil sie noch über das Weltbürgertum und den Nationalstaat im allgemeinen hinausreicht), zu ökonomischen Mächten (den Unternehmen und dem internationalen Kapital), zu medialen, ideologischen, religiösen und kulturellen Mächten etc., kurzum: zu allen Mächten, welche die kommende und im Kommen blei bende Demokratie einschränken. 4) Derrida also versucht an ein bestimmtes Jenseits, an ein genau genommen unbestimmtes und unbedingtes ader bedingungsloses Jenseits der politischen, ökonomischen,
medialen etc. Mächte und Gesetze zu appellieren, an ein Jenseits dessen, was man den Niederschlag ader die Effizienz der allgemeinen Souveränität, der Grausamkeit ader des Todestriebs in der Geschichte, also im politischen Raum der Handlungen und Tatsachen und ihrer institutionellen Verwaltung, nennen kann. Es gibt, ader es muss da etwas geben, was sich diesen partikularen Formen der Souveränität und ihrer Grausamkeit, der souveränen Grausamkeit entzieht, was sich weder einfangen, noch einsperren, neutralisieren, verkleinern, reduzieren ader abschwächen und assimilieren lässt. Ein absolutes ader universales Jenseits der souveränen Macht
und ihrer Herrschaft, ein "Jenseits, das weder mit den Trieben noch mit den Prinzipien etwas zu tun hätte" und folglich ein "Jenseits des Jenseits des Lustprinzips, das Jenseits des T odestriebs, das Jenseits des Bemächtigungstriebes" ist.5 Um die Frage nach der Möglichkeit dieses Jenseits auf die Frage nach der
Möglichkeit des Unmöglichen und das Jenseits dieser Möglichkeit hin zu öffnen, kann sie den Weg über die Frage nach dem Verhältnis dieses Jenseits zur Handlung, zur politischen und ästhetischen Entscheidung nehmen.
Beginnen wir deshalb mit Artaud.

De wreedheid voorbij?

Activiteit:
Zelfbewustzijn, autonomie, vrijheid, verantwoordelijkheid, transparantie tegenover
Traagheid: contextualiteit, situatieafhankelijkheid, passiviteit, animaliteit etc.

Antonin Artaud

Alles, was handelt, ist eine
Grausamkeit

Who am I?
Where do I come from?
I am Antonin Artaud
and if I say it
as I know how to say it
immediately
you will see my present body
fly into pieces
and under ten thousand
notorious aspects
a new body
will be assembled
in which you will never again
be able
to forget me

It has not been definitively proved that the language of words is the best possible language.
And it seems that on the stage, which is above all a space to fill and a place where something happens, the language of words may have to give way before a language of signs whose objective aspect is the one that has the most immediate impact on us.
Considered in this light, the objective work of the mise en scnène assumes a kind of intellectual dignity from the effacement of words behind gestures and from the fact that the esthetic, plastic part of theater drops its role of decorative intermediary in order to become, in the proper sense of the word, a directly communicative language.


"Ich verehre nicht das Ich, sondern das Fleisch, im palpablen Sinn des Wortes Fleisch.
Alle Dinge berühren mich nur insofern, als sie
mein Fleisch in Mitleidenschaft ziehen, als sie mit ihm zusammenfallen, und genau
bis zu dem Punkt, wo sie es erschüttern, nicht weiter.
Nichts berührt mich, nichts interessiert mich als das, was sich direkt an mein Fleisch wendet.
"

Der Körper der Grausamkeit


Artaud weigert sich einem Konzept van Handlung zuzustimmen, das die performative Kraft des Theaters der etablierten Ökonomie der Gewalt einschreiben würde, um die Tatsächlichkeit eines Ereignisses mit allen Mitteln aufzuschieben ader zu verhindern, indem es den disziplinierten Körper an die Stelle des Fleisches treten läszt:
"Alles, was handelt, ist eine Grausamkeit. 6)
Das Theater der Grausamkeit aktiviert das Fleisch gegen den Körper. Es mobilisiert den Exzesz gegen die Repräsentation,
indem es die Repräsentation als Exzesz nach dem Modell "dieser bis zum äuszersten getriebenen, extremen Vorstellung van Handlung"
(einer Handlung jenseits der Hand, wie man sagen könnte)
zu erneuern versucht:
"Wenn ich Dichter oder Schauspieler bin, dann nicht, um Gedichte zu schreiben oder zu deklamieren, sondern um sie zu Ieben, wenn ich ein Gedicht rezitiere, dann nicht, um applaudiert zu werden, sondern um zu empfinden, wie Körper van Männern und Frauen, ich sage Körper, in Übereinstimmung mit dem meinen zittern und herumwirbeln, [...] ich will, dass [...] das Leben aus den Büchern heraustritt, den Zeitschriften, den Theatern odei den Messen, die es zurückhalten und kreuzigen, um es sich zu ergaunern...7)

Offenbar geht es darum, den Körper und das Leben freizusetzen oder
zurückzugewinnen, indem man das Theater und die Literatur daran hindert, sie zurückzuhalten, einzuklammern oder zu fiktionalisieren.
Die Sprache muss ihre Zurückhaltung aufgeben, um Sprache des Schreckens und der Grausamkeit, des wirklichen Wirklichen oder lacanianischen Realen zu sein.
Verlangt Artaud vom Theater etwas anderes als diese "Herausforderung der Empfindung", die das Subjekt, wie Lacan es in Bezug auf de Sade feststellt, "aus dem Tritt' kommen lässt, den Kollaps ader die Katastrophe der (transzendentalen) Subjektivität?
Die Leistung des Theaters würde vor allem in dieser anatomischen Praxis bestehen 8), in der Atemnot und dem athletischen Wirbeln der Körper, von dem sich Artaud die seltene Kommunion von Autor und Publikum verspricht.
Anstatt das Subjekt atmen zu lassen und kommunizieren, reisst es es "aug seinen psychosozialen Vertäuungen" (Lacan),
nimmt es ihm die Sprache, seine Sprache, die Sprache seines Körpers, die Luft.
Wem könnte das Röcheln und beschleunigte Atemholen unter der Oberfläche dieser Sprache entgangen sein? Die Schreie Artauds "sind das Röcheln im Atmen" , hat Deleuze gesagt: "Man wird sich nicht wundern, dass der Strukturalismus bei den Autoren, die ihn propagieren, so oft von einem Appell an ein neues Theater oder eine
neue (nicht-aristotelische) Interpretation des Theaters begleitet wird: an ein Theater der Mannigfaltigkeiten, das in jeder Hinsicht dem Theater der Repräsentation entgegensteht, ein Theater, das die Identität eines repräsentierten Dings nicht länger bestehen lässt, weder die Identität eines Autors, noch eines Zuschauers, noch einer Figur auf der Bühne, keinerlei Repräsentation, die über die Peripetien des Stücks hinweg zum Gegenstand einer letzten Rekognition oder einer Sammlung des Wissens werden könnte, vielmehr ein Theater van stets offenen Problemen und
Fragen, das den Zuschauer, die Bühne und die Figuren in der realen Bewegung eines Lernprozesses des ganzen Unbewuszten mit sich reiszt, dessen äuszerste
Elemente wiederum die Probleme selbst sind. 9)

Fascinatie van de uitersten

Alleen hetgeen zich als waarde uitwisselt is fascinerend: sex, dood, waanzinen geweld. Daarom wordt dat overal onderdrukt.

Die Faszination des Äuszersten, die sich mit der "Anrufung der Grausamkeit und des Schreckens" verbindet, dessen, was genau genommen schon jenseits des Äuszersten und Möglichen liegt, indem es sich der Vereinnahmung durch die Ökonomie widersetzt, wäre eine Definition des Faszinosums selbst. Der Gegenstand" der Faszination (ihr Zielpunkt) ist ein absolut Äuszerstes, das als Störung der gewohnten Gewaltökonomie die Grenze von Ökonomie im allgemeinen anzeigt, ohne selbst geregeltes Element einer ökonomischen Operation zu sein: "Allein was sich nicht als Wert austauscht, ist faszinierend: Sexus, Tod, Wahnsinn und Gewalt, deshalb werden diese überall unterdrückt.10)

Man ahnt die Schwierigkeiten einer Ontologie der Grausamkeit, die sich weigert der blinden Faszination des Grauens ebenso wie der "Religion des Wirklichen und der Erfahrung", der Diktatur des Symbolischen oder falschen Wirklichen, nachzugeben. Die Probleme, die sich für dieses Denken ergeben, das sich dem ökonomischen Vitalismus der Tierreligionen, sowie der Brutalität eines gewaltbestimmten Universalismus und der van ihm produzierten Ideologeme sperrt, liegen ausnahmslos im Bereich einer gewissen Inkonsequenz der Unterscheidung zwischen dem organischen Körper (und seiner sozial-animalischen Organisation) und der dunklen Präsenz des Fleisches, die als Präsenz eines nicht- präsentischen Körpers im sozialen und individualen oder egologischen Körper der Präsenz bestimmt werden kann:
"Ich verehre nicht das Ich, sondern das Fleisch, im palpablen Sinn des Wortes Fleisch. Alle Dinge berühren mich nur insofern, als sie
mein Fleisch in Mitleidenschaft ziehen, als sie mit ihm zusammenfallen, und genau
bis zu dem Punkt, wo sie es erschüttern, nicht weiter. Nichts berührt mich, nichts interessiert mich als das, was sich direkt an mein Fleisch wendet." 11)

Ieder woord is fysiek
prikkelt onmiddelijk het lichaam en brengt het tegen zichzelf in opstand

Tegenover de normale functies van de taal, het gebruik ervan en de semantische activiteiten, onstaan beschadigingen van de taal zelf. Artaud heeft die kwetsuren een stem gegeven: "Ik schrijf alleen wat ik, maat voor maat en punt voor punt, met mijn hele lichaam geleden heb".

Niemand hat der Direkt-Affektion des Fleisches eine präzisere Sprache gegeben als Artaud.
Keiner war sich so sehr der Schmerzhaftigkeit eines solchen Ereignisses bewuszt, dass vom Dichter, um ein Minimum an Authentizität und Glaubwürdigkeit zu erzielen, die schon unmenschliche Artikulation einer auto-affektiven Grausamkeit
verlangt, indem er sich mit der Sprache des eigenen Zusammenbruchs gegen sich selbst bewaffnen musz:
"Jedes Wort ist physisch, affiziert unmittelbar den Körper' 12),
zersetzt und entzündet den Körper der Grausamkeit, bringt ihn gegen sich auf: Artaud wird dem System der Grausamkeit zu einer groszartigen Entfaltung verhelfen, zu einer Schrift aus Blut und Leben, die sich der Schrift des Buches entgegensetzt -wie die Gerechtigkeit dem Gericht -und eine wahrhafte Umkehrung des Zeichens bewirkt.13)
Gegen die geregelten Funktionen der Sprache, ihren operationalen Sinns und seine semantischen Aktivitäten, kommt es zu Quetschungen der Sprache selbst. Artaud hat diesen Verletzungen seine Stimme gegeben: "ich schreibe nur, was ich körperlich Masz für Masz und Punkt für Punkt in meinem ganzen Körper erlitten habe", sagt er in einem Brief vom 10. September 1945 an Paulhan. An die Stelle der Iregulären Grammatik tritt eine in sich zerrissene, aber in gewisser Weise funktionsfähige und in diesem Sinn intakte Tonleiter, ein anderes, dem Fleisch und ~ seinen aggressiven Affekten entsprechendes Gesetz.
Die gewaltsame Reduktion des Subjekts auf das "nackte Fleisch", der Raub der symbolischen, gesellschaftlichen und rechtlich-politischen Integrität, die Durchlöcherung des personalen und leiblichen Seins, lassen das Fleisch und die stumme, nichtfunktionale und sinnlose Organizität als eine Art grausame Konkretion des reinen und völlig schutzlosen Subjekts erscheinen.14)
Es gibt eine Form der Brutalität, die sich, indem sie die Vernichtung der symbolischen Integrität bezweckt, im zerstörten Antlitz des Opfers unerwartet selbst begegnet. Der geschundene Mensch antwortet im Augenblick seiner Reduktion auf das Fleisch mit der Präsenz eines sinn- und funktionslosen Körpers, der entleibten und stummen Fleischlichkeit
des Opfers, die als eine Art Widerstand des Realen dem Subjekt der Grausamkeit die eigene Substanzlosigkeit präsentiert. Die Substanzlosigkeit des Subjekts tritt im Augenblick seiner Vernichtung als sein einziger verläBlicher Gehalt hervor. Auf der Ebene dieser universalen Substanzlosigkeit bricht das System der Gewalt -das Gesellschaftssystem und seine Ökonomie der Gewalt -zugunsten einer exzessiven Grausamkeit zusammen. Für einen Moment trim die roheste und unerträglichste Grausamkeit des Tätersubjekts auf den nackten Widerstand einer (gewaltsam) entpersonalisierten und sogar entkörperlichten Existenz.
Grausamkeit ist Aussetzen der Ökonomie, das Fleisch selbst anökonomischer, jeder Sinnhaftigkeit entzogener Punkt. Man könnte van der absoluten Dichte oder Opazität des Fleisches sprechen, von 'der epoché des Sinns im Reisch.. Nicht als methodisches Ereignis oder phänomenologisches Stratagem, sondern als sinnlose "Materie", die das (menschliche) Herz sein kann, wenn es seiner symbolischen Funktion als "Organ der reinen Präsenz" 15) entrissen und nicht einmal mehr
animatlisches organon, vitaler Muskel ist, sondern das Zittern des Realen selbst:
"Das Fleisch hat noch keine testen Formen angenommen, es verharrt in einer Art vorontologischem Zustand, als sei es 'zerschmolzen' urd einer anamorphotischen Deformation unterzogen worden." Das Entsetzten, das von ihm ausgeht, ist Entsetzen vor dem "pulsierenden Zittern von enthäutetem Fleisch."16)
In de beleving van de afwezigheid van enige zinvolheid, is zelfs een eenvoudige handdruk een onmogelijkheid geworden

Wie mit dem Fleisch fertig werden, mit der furchterregenden Realität eines Zuviel an Fleisch, eines sinnlosen Überschusses, den kein Akt der Gewöhnung amortisiert?
Der Schock, den die exzessive Präsenzs Fleisches darstellt, ist die traumatische Erfahrung des absotuten Nicht-Sinns, der Kollaps des ökonomischen Systems.
In dieser Erfahrung der Abwesenheit des Sinns kollabiert die Erfahrung selber das Gedächtnis als symbolisches Universum der gesellschaftlichen Rituale und Handlungsanweisungen. Selbst ein einfacher Händedruck wird zur Unmöglichkeit.
Jede Form der Begegnung, jeder "soziale Kontakt', wird zur Erfahrung einer stumpfen alles durchziehenden Absenz.17) Die Erfahrung dieser Erfahrung (der Erfahrung als solcher) kann nicht weiterhin eine Erfahrung heiszen. Sie ist Schock oder traumatische Entgleisung des Subjekts, wie sie Sartres Antoine Roquentin als Heimsuchung des Ekels erlebt. In dem Augenblick, in dem die zur Begrüssung
gereichte Hand des Autodidakten zu einem "grossen weissen Wurm" wird, und das alltägliche Ritual des Handschlags im Moment des Vollzugs obszön und unerträglich oder auch lächerJich erscheint, gibt es da nur noch Fleisch. Die Hand, der Heidegger eine besondere Qualifikation zur Bestimmung des Wesens des "Menschen", einen exklusiven ontologischen Status einräumt., verliert nicht nur dieses Privileg, sie verliert sich als Hand, geht sich verloren, indem sie nichts anderes mehr als ihre Nutzlosigkeit demonstriert: 18)
"Ich sehe meine Hand, die auf dem Tisch liegt. Sie lebt - sie ist ich. Sie öffnet sich, die Finger spreizen sich, sie liegt aufdem Rücken, zeigt
mir ihren fetten Bauch. Sie sieht aus wie ein umgeworfenes Tier, die Finger sind seine Beine. Es macht mir Freude, sie sehr schnell zu bewegen wie die Beine eines Krebses, der auf den Rücken gefallen ist. Der Krebs ist tot, die Beine krümmen, schlieszen sich über dem Bauch meiner Hand. Ich sehe die Nägel -das einzige an mir, das nicht lebt. Meine Hand dreht sich um, liegt platten Bauches auf dem Tisch,
zeigt mir ihren Rücken. Ein Silberrücken, ein wenig glänzend, beinahe ein Fisch, wären nicht die roten Härchen an den Ansetzen der Glieder. Ich fühle meine Hand. Diese beiden Tiere, die sich da am Ende meiner Arme rühren -das bin ich."19)

Ik zie mijn hand die op tafel ligt.
Hij leeft, hij is ik.
Hij opent zich, de vingers spreiden zich, hij ligt op zijn rug en toont zijn dikke buik.
Hij ziet uit als een gevallen dier, de vingers zijn de poten.
Ik hep er plezier in ze vlug te bewegen zoals de poten van een kreeft die op zijn rug gevallen is.
De kreeft is dood, de poten krommen zich over de palm van mijn hand. Ik zie mijn nagels, het enige aan mij dat niet leeft. Mijn hand draait zich om, ligt plat op zijn buik op de tafel en toont zijn rug. Een zilveren rug, bijna zoals van een vis, ware het niet dat er rode haartjes bij mijn knokkels zijn.
Ik voel mijn hand.
Deze beide dieren, die aan het eind van mijn arm bewegen, dat ben ik.
Geworden als een stuk vlees of een witte worm is de hand nutteloos.
Zu einem Klumpen Fleisch oder zu einem weissen Wurm geworden, wird die Hand unbrauchbar.
Roquentin erlebt die Nutzlosigkeit der Hand als Sinnlosigkeit aller
Gesten und Rituale, die mil ihr verbunden sind. Das System der Hand hat seine Überzeugungskraft verloren. Es ist die Hand selbst, ihr schlichtes Existieren, das dieses System ins Schleudern bringt. Der Konflikt zwischen der Arglosigkeit der symbolischen Begrüszung und dem faktischen Erlebnis der nackten und sinnlosen Berührung zweier Hände, wird zum Konflikt der "Humanität als solcher", die einen absoluten, gewissermaszen vorwillentlichen Widerwillen offenbart: die Diskretion des Fleisches als Erfahrung der Entkleidung und Nacktheit jenseits der Scham ("Im nackten Fleisch, so könnte man sagen, rutscht der Leib von den Knochen herab...20) Erfahrung des Fleisches, die auch Erfahrung der Einsamkeit und Verlassenheit ist: "Ich habe keine Freunde", sagt Roquentin zu sich, "ist deshalb mein Fleisch so nackt? Eine unbelebte Natur (la nature sans les hommes) -ja, so könnte man es nennen.21)
In dem Augenblick, in dem das Subjekt das System der Hand verläszt um sich als Exkrement des Systems wiederzufinden, in dieser befremdlichsten aller Zeiterfahrungen einer gewissermaszen angehaltenen oder aus den Fugen geratenen Zeit, wird die Verlassenheit des Subjekts Struktur, indem sich das Subjekt als Subjekt der Verlassenheit auffällt, als monströse Figur einer Verrücktheit und der
ungeordnetsten und verschwenderischsten Gewaltsamkeit als die das cogito und die Vernunft im allgemeinen, wie Derrida gezeigt hat, unaufhörlich existiert. Die Intimität des Subjekts mit sich zerreiszt es, anstatt es sich auf sich hören zu lassen. Das Subjekt verhört sich (oder hört sich nicht) im Moment der Konstitution des symbolischen Hörens auf die Stimme der Vernunft oder des Gewissens und die Autorität der transzendentalen Gemeinschaft des sozialen Gehörs. Als ob sein Ohr
mit seiner Zunge zu dem selben Stück Fleisch verwachsen wäre, als ob das Ohr die Zunge verschlänge, bevor sie sich artikulieren kann, erfährt das Subjekt diesen Moment als einen Taumei, der der Organisation der Organe widersteht.

Wenn Zizek Recht hat, indem er feststellt, "dasz die sogenannte menschliche Würde auf dem dringenden Bedürfnis beruht, ein Minimum an schutzgewährendem Schein autrechtzuerhalten" 22), dann ist das Fleisch würdelos. Es wäre der Name für die absolute Würde- und Schutzlosigkeit des existentiellen Faktums, die die Unmöglichkeit als solche darstellt, sofern sie den Ort des ursprüngllchen Widerstreits zweier Affekte ausmacht: der idealischen Mediatisierung der "Materie" durch den "Geist' und der naturalen Affektion des "Geistes" durch die "Materie". Das ist der Ort der Grausamkeit, eines unkontrollierten, der Ökonomie der Gewalt entzogenen Exzesses. Eine auszerordentliche Grausamkeit ist nötig, das Subjekt von seiner Menschlichkelt (von dem Schutz versprechenden Teil seiner Menschlichkeit, der seilne Würde garantierte) zu lösen, um die Stelle der unmenschllchsten Silnnlosilgkeilt
zu enthüllen, die gleichzeitig das Element der Idee des Menschen und seiner Humanitas ist. Deshalb zerstört das Subjekt, indem es diese Form der Grausamkeit ausübt, immer auch sich selbst. Es legt den Schutz seiner symbolischen Funktion ab, verliert sich als Subjekt, um im Akt einer nicht-ökonomischen Grausamkeit die eigene Wesensleere zu berühren und im Exzesz der Gewalt einen schrecklichen repetitiven Selbsthass zum libidinösen Operator der Vernichtung zu machen. Während das Opfer in den grausamen Exzessen bis zur Empfindungs- und Eigenschaftlslosigkeit geschunden wird, erhält sich das Subjekt der Grausamkeit, obwohl es im Akt der Zerstörung gewissermaBen aus der Ordnung der Menschlichkeit (d.h. der Ökonomie der Gewalt) heraustritt, jenes Minimum an libidinöser Potenz, die es ihm ermöglicht
seine Unmenschlichkeit in Genieszen (jouissance) zu verwandeln und dergestalt zu reterritorialisieren. Einzig das Opfer ist wirklich exzessiv. Seine entsubjektivierte Ohnmacht ist den noch auch Ohnmacht des grausamen Subjekts in seiner gestörten (ökonomischen) Referenz auf die Subjektivität im allgemeinen, die ein Name für die letztgültige Asignifikanz des Fleisches ist. Eine Ontologie der Grausamkeit müsste den komplizierten ontologischen Status des Fleisches (das Fleisch ist das Auszerhalb und die Grenze der Ontologie) jenseits der einfachen Opposition van Materialität und Idealität zu denken versuchen.
Das Fleisch wäre ein Ereignis, das man jenseits der Bestialität zu denken versuchte.
Die Grausamkeit des Subjekts unterscheidet sich van der tollwütigen Animalität, indem sie alle Sinnlosigkeit für sich beansprucht. Der naturale Sinn (gesetzt das Tier' gehört in die Natur'), auch wenn er als Ergebnis einer retroaktiven Steuerung des Subjekts auftritt, wahrt seine eigene Logik (der Reproduktion der Gattung durch Sexualität und Ernährung). Man musz diese Logik nicht auf das vereinfachte Bild vom Kreislauf der Natur' usw. reduzieren, um einen einigermaszen gesicherten Eindruck van der psycho-mechanischen Sinnhaftigkeit gewisser Abläufe zu isolieren. Die Grausamkeit des Subjekts ist transnatural und transanimalisch, insofern sie die Ökonomie des Sinns unterbricht ohne dieser Unterbrechung eine mindestens verzögerte Sinnhaftigkeit zu garantieren. Während Deleuze in seiner
Auseinandersetzung mit Francis Bacon, in einer detaillierten und keineswegs überraschenden Bewegung zur Apotheose des Tieres und der nackten Animalitas " aushohlt, könnte man darauf bestehen, den Abgrund des Subjekts, die Subjektivität selbst, als Transzendenz des Tieres auf das Fleisch zu interpretieren, d.h. auf die nicht-animalische Intransparenz der Materie als Null-Punkt des Sinns. Das Subjekt ist
als Subjekt kein animal. Sein Subjektsein entfernt es von der "Vital-Basis" (Gadamer) ohne es endgültig van ihr zu trennen: "Subjektivität kann sich selbst nur dadurch behaupten, dass sie eine Distanz zu ihrer Grundlage gewinnt, die niemals vollständig 'aufgehoben' werden kann."23) Dennoch entscheidet sich alles an dieser Distanz, an der Modalität der Selbst-Diskretion, die, nachdem sie die Abständigkeit des Subjekts vom "Leibhaften" und vom "Leben" bezeichnet, den Exzesz des Fleisches artikuliert.
Das Fleisch löst sich vam Subjekt, wie das Subjekt sich aus dem Fleisch schält, um Organismus, Körper und Überschreitung der einfachen Animalitas zu sein.
Die Differenz van Mensch und Tier ist vielleicht unentscheidbar. Aber sie ist als solche eine Realität, die einen eigenen Begriff erfordert. Im menschlichen Subjekt offenbart sich womöglich eine andere fleischliche Strömung. Während das Tier zum Körper betet, huldigt das Subjekt dem Fleisch. Van der religiösen Fleischvergessenheit des Tieres (jedem Vitalismus und der Animalität selbst sind religiöse Praktiken eingeschrieben), kann man die areligiöse Leibvergessenheit des Subjekts unterscheiden. Das Fleisch des Subjekts (das Subjekt ist Subjekt des Fleisches) artikuliert sich anders. Es entrückt das Subjekt im Verhältnis zu sich und Iseinem Körper: das Subjekt ist Ereignis dieser Entrückung, die auch eine Art Verlust seiner Organe und des sie verwaltenden Organismus ist. Während der leibliche Körper die Organisation der vitalen Funktionen leistet, rückt seine Fleischlichkeit als eine Art von Widerstand dazwischen. Das Fleisch ist stumm und beharrlich und im Ausmasz seiner Bewusztlosigkeit auch effizient. Wenn das korporale System an seine Grenzen stöszt und abzustürzen beginnt, kann man sicher sein, dasz man es mit einer Intervention des Fleisches zu tun hat. Der Körper ist schon Fluchtereignis, ein Ordnungssystem, das dem Fleisch Form gibt und Sinn aufnötigt, indem es ihm Funktionen und Signifikanzen einschneidet und es einer gewissen Logik der Zweckmäszigkeit unterstellt.
Kann es einen "organlosen Körper" 24) geben als Produkt der Verweigerung das Reale des Fleisches der Realität des Körpers zu opfern, eine "Hand, die das Organ des Begreifens selbst würde"25)? Wie verhält sich dieser andere Körper zur Grausamkeit? Was bedeutet Verantwortung angesichts einer maszlosen Verausgabung, die Berührung des Realen ist? Man hätte Lust das "undifferenzierte, amorphe Flieszen"26), das Deleuze und Guattari dem organlosen Körper zuschreiben, als Erfahrung Roquentins wiederzugeben, in dem Moment in dem die Erfahrung des Realen und seiner vermeintlichen Würdelosigkeit im Akt einer überraschenden Affirmation in die Erfahrung einer gewissen prä-ontologischen Würde der nackten Ontizität (einer Art erträglichen Leichtigkeit des Seins) umzuschlagen scheint: "Ich existiere. Süsz ist das, so süsz, so träge. Und leicht -man könnte meinen, es hält sich von allein in der Luft. Es bewegt sich. Überall ein leichtes Berühren, es schmilzt dahin, vergeht. Milde,
ganz milde. Ich habe schaumiges Wasser im Munde. Ich schlucke es, liebkosend gleitet es mir durch die Gurgel- aber da ist es schon wieder, bildet sich neu in meinem Munde, ich habe jetzt ewig ein kleines, unaufdringliches Wässerchen im Munde, das meine Zunge zart berührt. Und dies Wässerlein -das bin auch wieder ich. Und die Zunge, und die Gurgel- das bin ich.27)

Vielleicht markiert dieser zweite verflüssigte Körper die Transzendenz der Grausamkeit des ontischen Faktums auf die Würde. Auf jene kantische Würde, die jenseits der ökonomischen Äquivalenz, das absolut Schützenswerte ist. Das ontische Faktum, anstatt nahezu nichts zu sein, verwandelte sich als solches in den irreduziblen Reichtum dessen, was keinen Preis haf und deshalb eine absolute Kostbarkeit ist.26)
1) Antigone ist omós. sagt der sophokleische Chor. Was Lacan mit inflexibel übersetzt und was zunächst roh, also ungekocht, aber auch wild und grausam, schonungslos, unnachgiebig und unzivilisiert heiszt. Vgl. Jacques Lacan. Das Seminar Buch VII: Die Ethik der Psychoanalyse, Weinheim/Berlin 1996, S. 3161.
2) Jacques Derrida, Die unbedingte Universität, Frankfurt a. M. 2001, S. 18.
3) Ich trage mich, ob van hier aus eine Engführung dieser ontologischen oder Quasi-ontologischen Unbedingtheit ohne Macht und Vermögen mit Heideggers gewaltloser Herrschaft der physis denkbar wird. Heideggers Ereignis (Seyn oder physis) ware dieses unentscheidbare Schwanken zwischen absoluter Gewalt und absoluter Gewaltlosigkeit. In Besinnung gibt es dieses eigenartige Zögern Heideggers: .In trüheren Ûberlegungen ('Beiträge') ist van der Entmachtung der physis die Rede. Also anfänglich und eigentlich 'Macht' -inwietem?" Nachdem er die .Entmachtung der physis", d. h. die Beschränkung ihrer vollen Wesung durch den Logos, an den Anfang (oder als Anfang) der Philosophie setzt, fragt sich Heidegger, was denn diese entmachtete .Macht" der physis sei: die achtlosigkeit, sagt er. Die .Entmachtung der physis" soli die Entmachtung der Machtlosigkeit sein. Hier schwenkt Heidegger emeut in die Bahn eines ontologischen Irenismus, der schon in Sein und Zeil die Erschlossenheit (Offenbarkeit) als Aaum der Widerstands- und Gewaltlosigkeit bestimmt. Einerseits ist Derridas Dekonstruktion als Dekonstruktion dieser (idealischen) Gewaltlosigkeit aufgetreten (vgl. zum Beispiel De la Grammato/ogie und Violence et métaphysique). Andererseits ist sie .verrückt nach Gerechtigkeit" (Force de 101), nach einem (gewaltlosen) .Gesetz" jenseits des Gesetzes (ader des Rechts). Sie ist die Unentscheidbarkeit, der Konflikt ader Krieg van Gewalt- und Gewaltlosigkeit, ihre strittige Simultanität. Vgl. Martin Heidegger, Besinnung, Gesamtausgabe Bd. 66, Frankfurt a. M. 1997, S. 187ft.
4) Ebd. S. 131. und S. 20.
5) Jacques Derrida, Seelenstände der Psychoanalyse. Das UnmögJiche jenseits einer souveränen Grausamkeit, Frankfurt a. M. 2002, S. 13. DerFranzösische Untertitel läszt die Unentscheidbarkeit zwei er Lesarten zu: 1. Das Unmögliche jenseits einer souveränen Grausamkeit, 2. Das unmögliche Jenseits einer souveränen Grausamkeit.
6) Antonin Artaud, Das Theater und sein Double, München 1996, S. 901.7) Zit. nach: Elena Kapralik, Antonin Artaud, München 1977, S. 275f.
8) "Das Theater/ist der Zustand,/der Ort,!/die Stelle,/wo die menschliche Anatomie begritten/ und durch diese das leren geheilt und regiert werden kann." -A. Artaud, letzte Schriften zum Theater, in ders.,Schlusz mil dem Gottesgericht. Das Theater der Grausamkeit, München 1993, S. 77.
9) Gilles Deleuze, Ditferenz und Wiederholung, München 1992, S. 244f.
10) Jean Baudrillard, Der symbolische Tausch und der Tod, München 1991, S. 78.
11) Antonin Art1aud, Fragmente eines Höllentagebuchs, a.a.O., S. 109.
12) Gilles Deleuze, Logik des Sinns, Frankfurt a. M. 1993, S. 116.
13) Gilles Deleuze, Kritik und Klinik, Frankfurt a. M. 2000, S. 174.
14) Vgl. Giorgio Agamben, Homo Sacer. Le pouvoir souverain et la vie nue, Paris: Seui11997. Während Agamben die reduktionistische Gewalt als Entsubjektivierung auffaszt, kann man mit Zizek darauf bestehen, den entsubjektivierten .Rest", als das Reale der Subjektivität selbst zu identifizieren.
15) Jacques Derrida, Grammatologie, Frankfurt a. M. 1993, S. 428.
16) Slavoj Zizek, Grimassen des Realen, Köln 1993, S. 144.
17) Man müszte an dieser Stelle die Hoffnungen und Anstrengungen Gelans und Levinas' würdigen, im .Händedruck" die transsymbolische und transontologische Präsenz des Anderen zu empfangen. Vgl. Emmanuel Lévinas, Eigennamen, München/Wien 1988, S. 56.
18) Das Verhältnis van Monstrosität, Hand und Humanismus etc., untersucht Derrida in: Jacques Derrida, Heideggers Hand (Geschlecht 11), in ders., Geschlecht (Heidegger), Wien 1988.
19)Jean-Paul Sar1re, Der Ekel, Hamburg 1965, S. 107.
20) Gilles Deleuze, Francis Bacon. Logik der Sensation, München 1995, S. 20.
21) Jean-Paul Sartre, Der Ekel, a.a.C., S. 24.
22 Slavoj Zizek, Das fragile Absolute, Berlin 2000, S. 87. 23 Slavoj Zizek. Die Tücke des Subjekts. Frankfurt a. M. 2001, S. 367.
24) Vgl. Antonin Artaud, SchluB mit dem Gottesgericht. Das Theater der Grausamkeit. Letzte Schriften zum Theater, München 1980, S. 29.
25) Antonin Artaud, Der Nabel des Niemandslands, in ders., Frühe Schriften, a.a.D., S. 48.
26) Gilles Deleuze/Félix Guattari, Anti-Odipus. Kapitalismus und Schizophrenie I, Frankfurt a. M. 1977, S.15.
27) Jean-Paul Sartre, Der Ekel, a.a.D., S. 107.
26) Vgl. Jacques Derrida, Über das "Preislose" ader The Price is Right in der Transaktion, Benin 1999, S.22.
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